Irina Zikuschka
*1976 in Bad Nauheim
http://www.aniri.de

Studium der Kunstpädagogik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main. Gaststudium bei Prof. Frank Schumacher, Hochschule für Gestaltung, Offenbach. Gaststudium bei Prof. Bernhard Prinz, Kunsthochschule Kassel. Seit 2004 freie Projekte und Auftragsarbeiten.
Lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

Einzelausstellungen
2001 "Blicke aus der Black Box", Ausstellungsraum K41,
Frankfurt am Main
2004 "Intimität und Selbstrepräsentation", Oskar-von-Miller Straße, Frankfurt am Main

Gruppenausstellungen
2003 "vier uhr nachts", Photokina, Köln
2005 "Coolhunters",ZKM, Karlsruhe
"En Passent - Die Murhardsche im Detail", Murhardsche
Bibliothek, Kassel
"Coolhunters", Künstlerhaus, Wien
2006 "Coolhunters", Kunsthalle, Budapest
"Hobby-Lobby: Wundersame Freizeitobsessionen", Lucky
Loft Galerie, Hamburg
"PopUpShop" (Der Himmel zwischen uns), Cantina, Frankfurt am Main
2007 "Dialoge 2. Siemens-Auszubildende treffen
Fotografiestudenten", Siemens AG, Hannover, Braunschweig und Kassel
"Dialoge 1 und 2. Siemens-Auszubildende treffen Fotografiestudenten", Museum für Photographie, Braunschweig und Galerie der Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig
"PopUpShop" (Linie), LX5 Homebase, Luxembourg

 

"Nur wo Licht ist, sind auch Schatten"
Fotografie

Es handelt sich bei der Serie "Schatten" um Interieur-Ansichten von Wohnungen, die bei Nacht aufgenommen werden. Der Fokus liegt auf den Schatten, die durch verschiedene Lichtquellen (Straßenlaternen, Neon-Schilder, Vollmond?) und immer wieder andere Gegenstände (Pflanzen, Möbel, Nippes) auf Wände und Einrichtungsgegenstände geworfen werden. Die evozierte Stimmung soll Melancholie, ein Gefühl von Schlaflosigkeit und Leere hervorrufen. Zugleich beinhalten die Bilder einen Moment von verzauberter Märchenhaftigkeit sowie Rätselhaftigkeit, die gefühlt werden kann, wenn man nicht alles auf einem Bild verstehen oder erkennen kann. Das Reich der Träume ist zu nachtschlafener Zeit sehr viel näher als am helllichten Tag. Man ist mit sich allein, und obwohl die Gedanken, die damit verbunden werden, höchst subjektiv sind, ist eine temporäre Schlaflosigkeit, eine durchwachte Nacht, wohl ein verbindendes Element aller erwachsenen Menschen weltweit. Dies soll sich auch in den Fotos widerspiegeln, die auf der einen Seite ein gewisse Zeitlosigkeit auszeichnen wird, auf der anderen Seite aber auch eine spezifische (zwar vorgefundene, aber dennoch inszenierte und komponierte) Situation abbildet. In meiner Arbeit gehe ich ausgesprochen rezeptiv vor. In den meisten Fällen arbeite ich mit Freunden bzw. mit Menschen, die ich gut kenne.